HYBRID REALITIES – looking behind the screen

Open call for contributions to the 96th issue of eigenart magazine: 06.12.21-06.04.22

Plakat: Zsófia Puszt / eigenart Bildredaktion

Für die deutsche Version, bitte nach unten scrollen!

The boundaries between the digital and the real, the body and technology have been dissolved beyond repair.  Maybe they were never really there.  Rather than wringing our hands about this or trying our best to salvage our last bits of ‘untainted humanity’, we are beginning this issue of eigenart magazin by creating language and space to describe our mixed realities, our digitaler Alltag, and our cyborg experiences.

We feel ourselves as cybernetic organisms, from our online relationships to our meme group chats. We have video conferences with each other while our borders close down yet again. We show our QR code vaccine passports to get to class. We build friendships, sympathy, and solidarity with our classmates through Whatsapp groups, some of whom still can’t enter Germany due to the pandemic, some of whom don’t feel safe in IRL spaces during COVID. We get sick and come to class online anyways.  Our energy exchanges are mediated through our screens, but we reach through them, to each other. For those with unequal access to technology, how does this play out differently? Whose technologies are deemed future oriented or relevant?  How does it play out for those who attempt not to have a digital self, to opt out of cyborgism?

Though tech companies want us to feel this digital world is some faraway land in the Cloud, we can feel its vast physical presence as well. The Internet leaks into physical infrastructure through massive server farms, deep underwater fiber-optic cables (whose routes across the Atlantic follow the same lines of capitalist trade as colonial-era ships), and fields of E-waste. Given the massive output of CO2 since the digital revolution one could say that the unpredictable weather patterns and species die-outs of the capitalist climate catastrophe are a real-world manifestation of our digital activities.

We ask you to share with us, how technology operates in your dreams, the intimacy you share with your phone as it wakes you up and puts you to sleep, and how it feels to read science fiction set in a 2020 landscape and struggle to differentiate it from the news. And as an UdK student, how does this affect your ability to create and learn? As artists and cultural workers, how do we produce now, knowing whatever we make has a digital shadow?

We’ve included here some tips on how and what to submit, and here a folder with some references to who and what we’re thinking about right now, as well as related memes and other Internet artefacts.

See you through the screen, your eigenart team. 😘🦾👽🧑‍💻


SUBMITTING

Here are some tips on how to write a submission to eigenart!

 (you can always submit writing that is *not* related to our current theme as well 🙂 )

For this theme, we are especially interested in multimedia submissions: that could be voice recordings, sound, images, memes, mind maps, drawings, renders, videos, screenshots, … etc. Let’s get in touch about how we can technically, creatively, or financially support your multimedia project.

We want your perspective! We are open for your artistic contributions, personal essays, rants, experimental theories, excerpts from essays for university projects, advice columns, and much more.

Our email: redaktion@eigenart-magazin.de

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see our editorial team’s academic and cultural references, fave memes, articles…


HYBRIDE REALITÄTEN – ein Blick hinter den Bildschirm

Plakat: Zsófia Puszt / eigenart Bildredaktion

​​Open Call zur Einreichung von Beiträgen für die 96. eigenart-Ausgabe: 06.12.21-06.04.22

Die Grenzen zwischen Digitalem und Realem, Körper und Technologie haben sich irreparabel aufgelöst. Vielleicht hat es sie nie wirklich gegeben. Anstatt darüber die Hände zu ringen oder unser Bestes zu geben, die letzten Reste “unbefleckter Menschlichkeit” zu retten, beginnen wir diese Ausgabe des eigenart magazin damit, Sprache und Raum zu schaffen, um unsere mixed realities, den digitalen Alltag und unsere Cyborg-Erfahrungen zu beschreiben.

Wir empfinden uns als kybernetische Organismen, von unseren digitalen Beziehungen bis hin zu unseren Meme-Gruppenchats. Wir führen Videokonferenzen durch, während sich die nationalen Grenzen wieder einmal schließen. Wir zeigen unsere digitalen Impfpässe vor, um zum Unterricht zu gelangen. Über Whatsapp-Gruppen bauen wir Freundschaften zu Klassenkamerad:innen auf, von denen einige aufgrund der Pandemie immer noch nicht nach Deutschland einreisen können. Wir bringen Sympathie und Solidarität auf für andere, die sich während COVID nicht sicher in realen Räumen fühlen. Unser Energieaustausch läuft über unsere Bildschirme, aber wir dringen durch sich hindurch, erreichen uns damit gegenseitig. Wie sieht das bei denjenigen aus, die nur begrenzten Zugang zur Technologie haben? Wessen Technologien werden als zukunftsorientiert oder relevant angesehen? Wie verhält es sich für diejenigen, die versuchen, kein digitales Selbst zu haben, die sich dem “Cyborgismus” entziehen?

Obwohl Technologieunternehmen uns glauben machen wollen, dass diese digitale Welt ein weit entferntes Land in der Cloud sei, können wir ihre enorme physische Präsenz doch spüren. Das Internet macht sich durch riesige Server-Farmen, tief unter Wasser verlegte Glasfaserkabel (deren Routen über den Atlantik denselben kapitalistischen Handelslinien folgen wie die Schiffe der Kolonialzeit), offene Mineralienminen und riesige Felder voller Elektroschrott in der physischen Infrastruktur breit. Angesichts des massiven CO2-Ausstoßes seit der digitalen Revolution könnte man sagen, dass das unberechenbare Wettergeschehen und das Artensterben der kapitalistischen Klimakatastrophe eine reale Manifestation unserer digitalen Aktivitäten sind.

Teilt uns gern eure Gedanken mit: Welche Rolle nimmt Technologie in euren Träumen ein? Inwiefern habt ihr eine intime Beziehung zu eurem Smartphone, das euch aufweckt und in den Schlaf wiegt? Wie fühlt es sich an, Science-Fiction zu lesen, die in einer Landschaft des Jahres 2020 spielt und sich kaum von den Nachrichten unterscheidet? Und wie wirkt sich das als UdK-Studierende auf eure Fähigkeit aus, etwas zu erschaffen und zu lernen? Wie können wir heute als Künstler:innen und Kulturschaffende produzieren, wenn wir wissen, dass alles, was wir machen, einen digitalen Schatten wirft?

Hier findet ihr einige Tipps, wie und was ihr einreichen könnt und hier ein Ordner mit Hinweisen darauf, mit welchen Personen und Themen wir uns gerade beschäftigen und einigen Memes und anderen Internet-Artefakten, die uns gefallen.

See you through the screen, euer eigenart Team. 😘🦾👽🧑‍💻

Übersetzung: Elena Dorn


EINREICHUNG

Hier sind einige Tipps, wie man einen Beitrag für eigenart schreibt.

(Ihr könnt jederzeit auch Texte einreichen, die *nicht* zu unserem aktuellen Thema passen 🙂 )

Für dieses Thema sind wir besonders an multimedialen Beiträgen interessiert: das können Sprachaufnahmen, Tonaufnahmen, Bilder, Memes, Mindmaps, Zeichnungen, Renderings, Videos, Screenshots, … etc. sein. Kontaktiert uns gern, um zu besprechen, wie wir euer Multimedia-Projekt technisch, kreativ oder finanziell unterstützen können.

Wir wollen eure Perspektive! Wir sind offen für künstlerische Beiträge, persönliche Essays, Tiraden, experimentelle Theorien, Auszüge aus Aufsätzen für Universitätsprojekte, Ratgeber-Kolumnen und vieles mehr.

Unsere E-Mail: redaktion@eigenart-magazin.de

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