Museum of Alternative History

Was wäre, wenn sich Europa nicht vor dem Hintergrund des Patriarchats, sondern eines Matriarchats entwickelt hätte? Welche Geschichten würden seine historischen Artefakte erzählen? Wie würden sie aussehen und welche Aktionen würden sie unterstützen? Würden sie uns desorientieren? … Oder würden sie uns dazu inspirieren, unsere gesellschaftlichen, historischen, sozialen und politischen Strukturen kritisch zu re-evaluieren?

“Das Schreiben der Cyborgs handelt vom Willen zum Überleben, nicht auf der Grundlage ursprünglicher Unschuld, sondern durch das Ergreifen eben jener Werkzeuge, die die Welt markieren, die sie als Andere markiert hat. Diese Werkzeuge sind häufig wieder- und neu erzählte Geschichten, Versionen, die die hierarchischen Dualismen naturalisierter Identitäten verkehren und verrücken. Im Wiedererzählen der Ursprungserzählungen untergraben die Cyborg-Autorlnnen die zentralen Mythen vom Ursprung der westlichen Kultur.”

Donna Haraway

Das Museum of Alternate History verbindet feministische Gender-Theorien und spekulatives Design in dem alternativen Geschichtsszenario eines europäischen Matriarchats. So kommentiert es unter anderem die strenge patriarchalische Einordnung von Körpern in zwei “gegensätzliche” Geschlechter und die Unterwerfung und Disziplinierung von weiblichen und nicht-heteronormativen Körpern.

Sechs verschiedene Objekte und ihre beschreibenden Texte übertragen kritische Reflexion in Materialität und eröffnen so wortwörtlich den Raum für die Auseinandersetzung mit vielseitigen politischen, sozialen und kulturellen Themen.

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